{"id":897,"date":"2017-11-30T00:08:00","date_gmt":"2017-11-29T23:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zuhauseistuberall.wordpress.com\/?p=897"},"modified":"2019-04-09T11:10:09","modified_gmt":"2019-04-09T08:10:09","slug":"5-der-kunde-ist-koenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/homeiseverywhere.org\/de\/5-der-kunde-ist-koenig\/","title":{"rendered":"5. Der Kunde ist K\u00f6nig"},"content":{"rendered":"<p><em>von Christina Antoniadou<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man in einem Land neu ist, dann ist alles um einen herum neu. Das f\u00e4ngt schon beim Einkaufen an. Im Zuge der Globalisierung k\u00f6nnte man davon ausgehen, dass die Namen der Gesch\u00e4fte mehr oder weniger einheitlich sind. Mehr oder weniger! Denn was den Supermarkt angeht, erinnert kein Name an zu Hause. W\u00e4hrend in London die Superm\u00e4rkte <em>Waitrose, Sainsbury\u2019s<\/em> oder <em>Tesco<\/em> hei\u00dfen, nennen sich die entsprechenden Ketten in S\u00fcdafrika bzw. in Johannesburg <em>Woolworth, <\/em><em>Pick\u2019n Pay<\/em> oder <em>Checkers<\/em>. In einigen Stadtteilen gibt es sogar <em>Spar<\/em>, aber ausgerechnet nicht da, wo wir uns niedergelassen haben. <em>What I am trying to say is<\/em>: Keiner der Namen klingt richtig heimisch, weswegen der erste Anlauf, den K\u00fchlschrank zu best\u00fccken, fehlschl\u00e4gt.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1775 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/02_1.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"499\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei dem Versuch, Werkzeug und N\u00e4gel zu finden, um Bilder an die Wand zu h\u00e4ngen, so dass aus einem Heim ein trautes werden kann. Warum soll mir der Name <em>game<\/em> in Johannesburg oder das Schild <em>Robert Dyas<\/em> in London suggerieren, dass es sich um einen entfernten Cousin von <em>Praktiker<\/em> handelt? Das Gleiche gilt f\u00fcr den Elektrohandel. Beim besten Willen k\u00f6nnte ich den Namen <em>Dion Wired<\/em> in Joburg nicht mit dem Kauf eines neuen Fernsehers oder <em>Incredible<\/em><em> Connection<\/em> mit soft- und hardware eines PC assoziieren. Sicherlich befinden sich gen\u00fcgend Leser unter Ihnen, die mit einer bl\u00fchenderen Fantasie als meine Wenigkeit aufwarten k\u00f6nnen. Mir ist es leider nicht verg\u00f6nnt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1774 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/02-6.jpg\" alt=\"\" width=\"613\" height=\"363\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es dann soweit ist und man dem Namen eines Gesch\u00e4fts die entsprechenden Artikel zuordnen kann, ist es an der Zeit zu shoppen. In der Praxis steht man dann aber vor einer \u00e4hnlichen H\u00fcrde wie zuvor. Man ist zwar mit einem Einkaufszettel ausgestattet, auch das n\u00f6tige Geld oder die hier \u00fcblichere Kredit- bzw. Debitkarte stecken im Portmonee, aber die Markennamen, die einen vom Regal herunter anl\u00e4cheln, kann man wieder nicht assoziieren, weil sie \u00fcberhaupt nicht an vertraute Waren erinnern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1776 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/03-6.jpg\" alt=\"\" width=\"580\" height=\"266\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gilt f\u00fcr Milchprodukte ebenso wie f\u00fcr Nudeln oder Mehl. Man ist es eben gewohnt, dass sich die Milch auf eine gewisse Art und Weise im K\u00fchlschrank pr\u00e4sentiert, n\u00e4mlich in einer ganz bestimmten Verpackung, mit einer konkreten Farbe. Auf der Nudelverpackung liest man jahrzehntelang einen gewissen Markennamen und somit ist man optisch darauf getrimmt und greift automatisch danach. In dem Moment, wo der Konsument mit einer ihm fremden Verpackung konfrontiert wird, legt er \u2013 seine Irritation nicht verbergen k\u00f6nnend \u2013 unn\u00f6tige Strecken zur\u00fcck, um Regal f\u00fcr Regal abzuchecken. Erschwerend hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass Superm\u00e4rkte oft die hauseigenen Marken f\u00fchren und so die Suche wieder bei Adam und Eva beginnt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1777 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/04-6.jpg\" alt=\"\" width=\"675\" height=\"506\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als w\u00e4re das Einkaufen im fremden Land nicht schon schwierig genug, begehe ich t\u00f6richterweise noch einen zus\u00e4tzlichen Fehler und stelle zu Hause den Einkaufszettel so zusammen, als w\u00fcrde ich immer noch in Leverkusen wohnen. Das tadellos und ohne jegliche Rechtschreibefehler notierte Wort \u201eLinsen\u201c hilft mir im britischen oder s\u00fcdafrikanischen Supermarkt herzlich wenig weiter, denn diese H\u00fclsenfr\u00fcchte nennen sich nun einmal auf Englisch anders. Da kann ich mir in dem Moment noch so sehr das Hirn zermartern, die \u00dcbersetzung taucht einfach nicht aus der Versenkung heraus, in die mein l\u00f6chriges Ged\u00e4chtnis sie hineingeschubst hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1778 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/06-6.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Verlust geistiger F\u00e4higkeiten schlie\u00dft automatisch eine Reihe von Aktionen aus, die ans gew\u00fcnschte Ziel f\u00fchren k\u00f6nnten, wie beispielsweise einen Angestellten direkt fragen oder ihm besagte Ware beschreiben. Die zweite L\u00f6sung erscheint sp\u00e4testens dann abwegig, wenn man versucht, sich das entsprechende Vokabular zurechtzulegen. Wie um Himmels Willen soll man Linsen beschreiben? Selbst in der Muttersprache w\u00e4re das eine Herausforderung ausschlie\u00dflich f\u00fcr Philologen. Solche oder \u00e4hnliche Situationen, bei denen unbedacht geschriebene Einkaufszettel im Mittelpunkt stehen, k\u00f6nnen \u2013 wie leicht zu erkennen ist \u2013 zu schwer verst\u00e4ndlichen Szenen f\u00fchren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1779 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/07-6.jpg\" alt=\"\" width=\"716\" height=\"336\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun werden wom\u00f6glich diejenigen, die es gut mit mir meinen, versuchen, mir stirnrunzelnd zu verstehen geben, dass jeglicher Versuch, Linsen zu kochen \u2013 egal in welchem Winkel der Welt \u2013 verfehlt ist. Wie komme ich auch nur auf Linsengerichte, wo es doch so viele schmackhaftere Speisen auf der Welt gibt? Diejenigen wiederum, die es auf mich abgesehen haben, sehen ihre Chance gekommen, mir ihre Dominanz in der englischen Sprache zu pr\u00e4sentieren und mit ihrem C2-Proficiency-Zertifikat anzugeben. Ich h\u00f6re sie schon, wie sie mir \u00fcberheblich und gen\u00fcsslich den Begriff <em>lentils<\/em> zuraunen. Ganz provokativ frage ich sie dann, was denn <em>Frischhaltefolie<\/em> oder <em>Mottenkugeln<\/em> auf Englisch hei\u00dft! \u00dcbrigens sei den Smartphone-Freaks gesagt \u2013 denn auch diese Gruppe sehe ich schon in Gedanken besserwisserisch das iPhone z\u00fccken \u2013, dass die <em>translation app<\/em> nicht immer hilfreich ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1780 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/08-6.jpg\" alt=\"\" width=\"792\" height=\"475\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4u\u00dferst spannend ist es \u00fcbrigens, wenn man wie der ber\u00fchmte Ochs zwar nicht vor dem Berg, daf\u00fcr aber vor dem Gew\u00fcrzstand Wurzeln schl\u00e4gt und sich innerlich schon damit abgefunden hat, dass das Essen heute eben nach gar nichts schmecken wird, weil die richtigen Zutaten nicht zu identifizieren sind. Oder aber man schl\u00e4gt die abenteuerliche Tour ein und w\u00fcrzt auf gut Gl\u00fcck, ohne die unmittelbaren Konsequenzen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1781 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/09-6.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere Herausforderung besteht darin, Sahne zu kaufen. Jawohl, Sie haben richtig gelesen: Sahne. Greenhorns und Frostbeulen, wie ich es eine bin, m\u00fcssen in diesem Fall etliche Minuten veranschlagen und sich vorher in M\u00fctze, Pullover und Schal einmummen, um nicht hinterher wie ein gefrorenes H\u00fchnchen auszusehen und niesend und hustend gef\u00e4hrliche Bazillen zu verspr\u00fchen. In den ersten Wochen in Johannesburg bin ich v\u00f6llig erk\u00e4ltet und das, obwohl die Fr\u00fchlingstemperaturen die 20 Grad bei weitem \u00fcberschreiten. Der Grund daf\u00fcr liegt darin, dass ich in keinster Weise auf die hiesigen Umst\u00e4nde vorbereitet bin, unter welchen der Einkaufswagen gef\u00fcllt wird, weder auf die Klimaanlage im Supermarkt noch auf die endlosen Minuten, die ich ebenda in der K\u00fchlabteilung verbringen muss, bis ich meinem Einkaufszettel gerecht werden kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1782 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/10-7.jpg\" alt=\"\" width=\"573\" height=\"344\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um mein unterk\u00fchltes Problem anhand eines Beispiels zu veranschaulichen, m\u00f6chte ich im Folgenden die verschiedensten Namen aufreihen, die auf Plastikbechern gedruckt artig nebeneinander im K\u00fchlschrank stehen und auf potenzielle K\u00e4ufer warten. Da gibt es also die wundersamsten Kombinationen, deren Grundlage immer der Begriff <em>cream<\/em> ist, was zugegebenerma\u00dfen eine kolossale Hilfestellung darstellt und die Entscheidung insofern erleichtert, dass man am Ende so gereizt ist, dass man bei diesem Versuch, etwas Essbares auf den Mittagstisch zu stellen, der Einfachheit halber auf die Sahne verzichtet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1783 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/11-6.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"298\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also: <em>Cream, Cream long life, Whipping cream, whipped cream, cultured cream, double thick cream, pouring cream, sour cream, cultured soured cream, fresh cream. <\/em>Wie war das noch einmal mit denjenigen unter Ihnen, die Anglistik studiert haben oder im Besitz des C2-Proficiency-Zertifikats sind? Was meine Wenigkeit betrifft, fische ich von jeder Sorte einen Becher aus dem K\u00fchlschrank heraus, nicht ohne mich dabei haltlosen und unfl\u00e4tigen Fluchens hinzugeben. Nat\u00fcrlich nur innerlich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1784 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/12-6.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich der genervten Kontinentaleurop\u00e4erin den Ratschlag geben, einen Angestellten zu fragen, denn schlie\u00dflich wird er ja daf\u00fcr bezahlt, den Kunden zur Seite zu stehen. Das &#8222;nach-etwas-Fragen&#8220; stellt sich in S\u00fcdafrika als eine zeitaufwendige Angelegenheit heraus, da es mit einem bestimmten Ritual verbunden ist! Man kann n\u00e4mlich nicht einfach nach dem Schema\u00a0<em>sorry, <\/em><em>can you please tell me<\/em><em> &#8230;<\/em>\u00a0loslegen. Es bedarf einer Einleitung wie folgt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>+ Hello, how are you?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>&#8211; Thank you, I am fine. And how are you?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>+ Thank you, I am good.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kurzfassung f\u00fcr das Ganze, also <em>Howzit<\/em>, traue ich mich nicht anzuwenden, da mir gesagt wurde, dass sie f\u00fcr den Kontakt unter Freunden gedacht ist. Und erst nachdem sich zwei wildfremde Menschen gegenseitig beteuert haben, wie blendend es ihnen geht, kann der eine von ihnen endlich die Frage stellen, die ihm auf der Zunge brennt. Und da es in diesem Land niemand, wirklich niemand eilig hat, also auch keinem \u2013 au\u00dfer mir \u2013 etwas auf der Zunge brennt, ist das Sprechtempo ein ad\u00e4quates, so dass sich das Gespr\u00e4ch eher in die L\u00e4nge zieht. Wer es eilig hat \u2013 wie gesagt, das Problem scheine nur ich gewohnheitsm\u00e4\u00dfig zu haben \u2013 muss also auch immer diese Sekunden mit einplanen, die f\u00fcr den Mini-Dialog notwendig sind. Das Witzige an diesem Prozedere, also an diesem ganzen Wie-geht-es-dir-Dialog, ist, dass keiner wirklich zuh\u00f6rt, denn auch wenn man nicht nach dem Wohlbefinden des anderen fragt, bekommt man <em>Thank you, I am good<\/em><em>! <\/em>zu h\u00f6ren. Ich probiere es immer wieder und kann einfach nicht fassen, wie viele Menschen dieses Mitteilungsbed\u00fcrfnis haben und von sich behaupten m\u00fcssen, es gehe ihnen gut, ohne \u00fcberhaupt gefragt worden zu sein! \u00dcbrigens habe ich vor, die Schlagfertigkeit der S\u00fcdafrikaner zu testen und auf die Frage <em>How are you?<\/em> gegen die Regel zu versto\u00dfen, indem ich <em>Hey\u00a0bro, my doctor just told me, that I got infected with malaria\u00a0<\/em>antworte und dem armen Kerl, der sich dieses M\u00e4rchen anh\u00f6ren muss, um den Hals falle und herzzerrei\u00dfend flenne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u0399n den letzten Minuten durchforste ich die G\u00e4nge nach nichts Geringerem als Salz. Wie schon erw\u00e4hnt, wei\u00df ich nicht, wie das Salz in diesem Land verpackt ist und bin daher rein optisch nicht imstande, es zu finden. Da mir der Begriff auf Englisch gl\u00fccklicherweise gel\u00e4ufig ist, kann ich eine Angestellte danach fragen und versuche, mir dabei nicht anmerken zu lassen, dass mein Nervensystem schon etwas angeschlagen ist, was unter Anderem auch auf dieses \u00fcberfl\u00fcssige Frage-und-Antwort-Spielchen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Diese schaut mich erst mit gro\u00dfen Augen an, danach schaut sie hilflos in alle m\u00f6glichen Richtungen, bis sie schlie\u00dflich den Satz ausspricht, der mich in Zukunft immer wieder verfolgen soll, n\u00e4mlich <em>Let me ask my manager.<\/em>\u00a0Dann verschwindet sie auf alle Ewigkeit. Kaum ist sie weg, sehe ich das Salz genau in dem Regal, vor dem sie stand und an dem ich in der letzten Viertelstunde mindestens ein Dutzend Mal fluchend mit dem Einkaufswagen vorbei gefahren bin. Vielleicht ist heute ihr erster Arbeitstag, wird die Mehrheit unter den Lesern vermuten und damit eventuell Recht haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1785 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/13-6.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unwillk\u00fcrlich muss ich dabei an den deutschen Film <em>Almanya<\/em> <em>\u2013 Willkommen in Deutschland<\/em> denken, in dem das Leben der T\u00fcrken in Deutschland und die damit verbundenen Schwierigkeiten in den 60ern mit viel Humor geschildert werden. Zum Gl\u00fcck ergeht es mir nicht wie der t\u00fcrkischen Filmmutter, die in Ermangelung des deutschen Wortes \u201eMilch\u201c mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen versucht, dasselbige darzustellen, indem sie unsichtbare Zitzen an nicht existierenden Kuheutern melkt und damit tats\u00e4chlich Erfolg verzeichnet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1787 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/14-6.jpg\" alt=\"\" width=\"498\" height=\"299\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heutzutage brauche ich der Tante Emma gegen\u00fcber keine schauspielerischen Leistungen zu erbringen, weil L\u00e4den dieser Art ausgestorben sind. Und auch wenn mir die Argumente f\u00fcr diese kleinen Gesch\u00e4fte mit dem pers\u00f6nlichen Flair bewusst sind, bin ich doch froh, dass ich es heutzutage in einem fremden Land einfacher habe. Ich brauche nur den Wagen durch die G\u00e4nge des Supermarktes zu schieben, um ihn mit Waren zu f\u00fcllen, die ich \u2013 jedenfalls theoretisch \u2013 nur aus dem Regal nehmen muss.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1788 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/15-6.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich nun den Einkaufswagen mit Linsen, Frischhaltefolie, Mottenkugeln, Salz, Milch, diversen Gew\u00fcrzen und jegliche Art von Sahne gef\u00fcllt habe, stehe ich zerm\u00fcrbt an der Kasse. Beim Anblick der Kassiererin h\u00fcpft meine Augenbraue nach oben. Es sind ihre Schneidez\u00e4hne, die mich wieder munter machen, bzw. die goldene Umrandung derselbigen. Goldene Z\u00e4hne sind mir schon \u00f6fters aufgefallen, aber diese Umrandung ist mir neu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1789 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/16-7.jpg\" alt=\"\" width=\"735\" height=\"441\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4ter erfahre ich, dass es sich dabei um eine Art <em>showing off<\/em> handelt, man also damit seinem Umfeld seinen sozial-\u00f6konomischen Aufstieg signalisieren will. Je mehr Gold im Mund, desto h\u00f6her ist man die soziale Leiter erklommen. Ungeachtet dessen, wie weit es die Kassiererin auf dem Weg nach oben gebracht hat, realisiert sie nichts von meiner Faszination bez\u00fcglich ihrer Z\u00e4hne und leiert gelangweilt den \u00fcblichen Dialog an, dessen Anfang mir schon bekannt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>+ Hello, how are you? <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8211; Thank you, I am fine. And yourself? <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>+ Thank you, I am good. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nunmehr wird der Dialog durch weitere lebenswichtige Informationen erg\u00e4nzt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8211; Do you have a loyalty-card?<\/em> (An dieser Stelle wird meist statt des Begriffs <em>\u201e<\/em><em>loyalty\u201d<\/em> der Name des Supermarkts genannt, z.B. <em>\u201e<\/em><em>Woolworth-Card\u201d.)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>+ Yes, I do. \/ No, I don\u2019t.<\/em> (Die Antwort variiert.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; <em>Plastic<\/em><em>?<\/em> (Was so viel wie: <em>\u201e<\/em><em>Do you need a plastic bag?\u201c<\/em> bedeutet.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>+ Yes, I do.<\/em> (Es sei denn, man ist unter die k\u00f6rnerverzehrenden \u00d6ko-Freaks gegangen und hat neun verwaschene Stofftaschen mit dabei, die man bei der Gelegenheit aus einer zehnten, \u00fcberkreuz umh\u00e4ngenden herauskramt. In S\u00fcdafrika sind mir Vertreter dieser Sorte Menschen jedoch nicht aufgefallen. \u00dcbrigens bekommt man die Plastikt\u00fcte in S\u00fcdafrikas Superm\u00e4rkten zu dieser Zeit noch gratis &#8230;)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1790 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/17-4.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"567\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Kassiererin die Produkte an dem Barcodeleseger\u00e4t vorbeischwingt, steht ihre Kollegin schon mit den Plastikt\u00fcten bereit, um die zu ihr hin\u00fcber geschobenen Produkte hineinzustecken, damit ich mich als Kundin nur ja nicht zu verausgaben habe und wom\u00f6glich Energie verschwende. Dabei sch\u00e4kern, lachen und erz\u00e4hlen die beiden pausenlos, oft sogar gleichzeitig. Au\u00dfer den aufwendigen Frisuren und den Goldz\u00e4hnen haben die berufst\u00e4tigen M\u00e4dels noch eine weitere Gemeinsamkeit, n\u00e4mlich das grenzenlose Bed\u00fcrfnis nach Kommunikation. \u00dcberall herrscht ein endloses Geschnatter: Kassiererinnen, Verk\u00e4uferinnen, Manik\u00fcristinnen, Fris\u00f6rinnen, alle haben sie ein Mitteilungsbed\u00fcrfnis ohnegleichen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1791 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/18-4.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Bewundernswerte ist, dass simultanes Reden und Zuh\u00f6ren hierzulande kein Problem zu sein scheint. Auch k\u00f6nnen mehrere Konversationen parallel laufen, ohne dass dieselbigen in irgendeiner Form beeintr\u00e4chtigt oder die Beteiligten Zeichen von Irritation aufweisen w\u00fcrden. Die Kassiererin ist imstande, sowohl mit der Kollegin links als auch mit jener rechts von ihr zu plaudern und zwar nicht unbedingt \u00fcber das gleiche Thema. Ich finde es h\u00f6chst am\u00fcsant, die Laute dieser in meinen Ohren so ungewohnt klingenden Sprachen aufzusaugen, ohne den Sinn auch nur eines einzigen Wortes zu erfassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1792 aligncenter\" src=\"https:\/\/homeiseverywhere.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/19-4.jpg\" alt=\"\" width=\"445\" height=\"350\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jahrzehntelang bin ich durch mein Leben gehetzt, um alles rechtzeitig, vorschriftsm\u00e4\u00dfig und nach Plan zu bewerkstelligen. Jetzt ist endg\u00fcltig Schluss mit dieser t\u00f6richten Angewohnheit. Schlie\u00dflich existieren in unserem Vokabular auch noch andere hervorragende Ausdr\u00fccke, wie beispielsweise Eile mit Weile. Die entz\u00fcckende Entsprechung dazu lautet auf dem schwarzen Kontinent\u00a0<em>African time. <\/em>Diese habe ich mittlerweile in meiner gem\u00fctlichen Wahlheimat sch\u00e4tzen gelernt und aus gutem Grunde als Lebensgewohnheit \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach, und bevor ich es vergesse &#8230; ich habe mir noch etwas am untersten Zipfel des schwarzen Kontinents angew\u00f6hnt: Ich frage wirklich alle Menschen \u2013 nicht nur in S\u00fcdafrika \u2013 bei der Begr\u00fc\u00dfung: <em>\u201eHow are you? \/ Wie geht es Ihnen?\u201c<\/em> und am\u00fcsiere mich danach k\u00f6stlich \u00fcber den irritierten Gesichtsausdruck der Leute&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">TIA. <em>This is Africa.<\/em> Und das ist auch gut so.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"ALMANYA | Clip &quot;Fatma geht einkaufen&quot; | Deutsch\" width=\"1080\" height=\"608\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/riXvVkhU-2A?feature=oembed\"  allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Herzlichen Dank an Ute Petkakis f\u00fcr das Gegenlesen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Copyright 2017 Christina Antoniadou \/ All rights reserved\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Christina Antoniadou Wenn man in einem Land neu ist, dann ist alles um einen herum neu. Das f\u00e4ngt schon beim Einkaufen an. Im Zuge der Globalisierung k\u00f6nnte man davon ausgehen, dass die Namen der Gesch\u00e4fte mehr oder weniger einheitlich sind. Mehr oder weniger! Denn was den Supermarkt angeht, erinnert kein Name an zu Hause. 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